| Entwicklung eines modularen Rehabilitationsverfahrens für Patienten mit Zustand nach Polytrauma der unteren Extremitäten auf der Grundlage sportwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten. Dirk Gropengießer » Dissertation bestellen Gerne senden wir Ihnen diese Publikation als PDF per E-Mail zu.
Aus administrativen Gründen bitten wir Sie, das Bestellformular auszufüllen. Ihre Angaben werden nicht an Dritte weiter gegeben. Abstract Basierend auf der Erörterung von Verletzungsmechanismen am Bewegungsapparat wurden weitere themenrelevante Inhalte wie, biomechanische Grundlagen, medizinische Rehabilitation und deren gesetzliche Grundlagen sowie trainingstherapeutische Interventionen aus Sicht der medizinischen Rehabilitation, dargelegt. Ausgehend von der Forderung des Gesetzgebers, medizinische Rehabilitation insbesondere in Bezug auf ihre Wirksamkeit und Qualität auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen fortzuentwickeln, wurden 20 Originalunfallakten entsprechend der dokumentierten Rehabilitationsverläufe untersucht. Der Beginn der Rehabilitationssteuerung durch den Dienstleistster erfolgte zu unterschiedlichen Phasen des Verlaufes der medizinischen bzw. beruflichen Rehabilitation und unter der Zielstellung der Verfahrensoptimierung. Der Zeitpunkt der Beauftragung ist durch den Haftpflichtversicherer festgelegt und kann durch den Dienstleistster nicht beeinflusst werden. Es wurde festgestellt, dass die durch öffentliche Träger initiierten rehabilitativen Maßnahmen weder den Kriterien einer wissenschaftlichen Therapiesteuerung standhalten, noch in Qualität und Quantität geeignet sind, die individuellen Rehabilitationspotenziale der Patienten mit Zustand nach Polytrauma der unteren Extremitäten auszuschöpfen. Die Rehabilitationskette erweist sich i.d.R. als sehr lückenhaft. Nur der Einsatz leistungsdiagnostischer Verfahren ermöglicht eine, sportwissenschaftlichen Erkenntnissen gerecht werdende Therapiesteuerung sowie die Installierung von Mechanismen der Qualitätssicherung im Rehabilitationstraining. Therapeutische Effekte lassen sich mit einer Ganganalyse objektivieren und erlauben Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Heilbehandlung. Der Einsatz der Neutral-Null-Methode ist entsprechend den Anforderungen an die Qualitätssicherung nicht ausreichend. Erste Arbeitsergebnisse des Case-Managementansatzes unter Einbeziehung leistungsdiagnostischer Verfahren wurden erörtert. Bezüglich der weiteren Aufhellung der aufgezeigten Problematik ergibt sich umfangreicher Forschungsbedarf. Die Haftpflichtversicherer sind angehalten, die Heilverfahrenssteuerung möglichst zeitnah zum Unfallgeschehen, an den Rehabilitationsdienstleister abzugeben. Unter Einbeziehung weiterer Haftpflichtversicherer in das Rehabilitationsmanagement und der damit verbundenen Erhöhung der Fallzahlen ist es notwendig, wissensbasierte Systeme zu entwickeln, mit deren Hilfe es möglich sein wird, trotz eines hohen Grades an Individualität der medizinischen Rehabilitation von Beinverletzungen, zur Erstellung von rehabilitativen Leitlinien beizutragen. |
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